Kommunikationspsychologie
Wie entstehen eigentlich Mißverständnisse?
Mit vier Ohren hört der Mensch....
Aktives Zuhören
Die hohe Kunst des Zuhörens: Auf die Gefühle des anderen
eingehen.
Lernen, mit Gefühlen umzugehen
Andere überzeugen
Im Dreischritt zum Ziel und den anderen beim Wort nehmen
Unangenehmes mitteilen
Sanfte Kritik, Beschwerden vorbringen und entgegennehmen
Spontaneität
Was geschieht, wenn wir Gefühle ansprechen?
Nervosität bekämpfen
und: Positives sprechen
Ist alles nur Manipulation?
Welche Rolle spielt Emotionale Intelligenz?
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Lernen, mit Gefühlen anderer umzugehen
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Um die Gefühle anderer richtig erkennen zu können und ansprechen
zu können, muß man sich seiner eigenen Gefühle auch erst
mal klar werden, wie man eigentlich denkt oder wie man in den anderen eigentlich
reindenken und reinfühlen kann. Wie kann man das lernen?
Es gibt ja seit zwei Jahren so ein beliebtes Thema im Zuge zur Debatte
um Emotionale Intelligenz. Es wird immer häufiger davon gesprochen,
daß die Menschen ihren emotionalen Anteil auch in Worte kleiden sollen.
Und zu Ihrer Frage, wie lerne ich, mit den Gefühlen umzugehen:
Indem ich mir bewußt mache, daß mein passiver Wortschatz -
wie ich Wörter verstehe, die in Schrift oder Umgangsprache benutzt
werden, genau so aktiv verwende. Dabei werden Sie beobachten können,
daß die Mehrzahl unserer Mitmenschen auf etwa 20-30 Wörter kommt,
wenn man sie fragt: "Wieviele Wörter kennen Sie für Gefühle?"
Dabei kennt jeder von uns 250 Wörter für Gefühlszustände
und kann sie auch differenziert beschreiben.
Also die erste Übung wäre, daß ich mein eigenes Vokabular
erweitere, um meine eigenen Empfindungen in Worte zu kleiden.
Jetzt ist ja die Methode "Aktives Zuhören" eine prima Sache
um etwa die Mitarbeiter bei Geschäftsleuten besser motivieren zu können.
Dabei werden die Gefühle vielleicht bloß vorgespielt. Kann das
funktionieren?
Ich sagte eben, jeder Mensch trachtet danach, ernst genommen zu werden.
Wenn ich mich als Mitarbeiter von meinem Vorgesetzten verstanden fühle,
weil er tatsächlich auf meine Gefühle eingeht, dann funktioniert
es: Er kann mich motivieren. Aber ich werde sehr schnell spüren, ob
ich ausgenutzt werde.
Wenn beispielsweise ein Vorgesetzter seinen Mitarbeiter nach Feierabend
anspricht und sagt: Ich kann mir gut vorstellen, daß es Sie jetzt
nervt, wenn ich Sie zu Beginn Ihres Feierabends bitte, noch eine Aufgabe
zu erledigen. Dann kann das wie eine Masche wirken, die der Chef sich irgendwo
antrainiert hat, das kann aber auch ausgesprochen ernste Einfühlung
sein, daß der angesprochene Mitarbeiter alles andere als erfreut
ist, noch Überstunden machen zu dürfen.
Ob er sich eingewickelt fühlt oder ob er sich anteilnehmend ernstgenommen
fühlt, entscheidet seine Erfahrung im Umgang mit diesen Vorgesetzten.
Und wenn er jeden Abend damit kommt, wird das sicherlich nicht mehr
der Fall sein.
Dann ist es eine Masche.
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